Der Berliner Reichstag
Der Reichstag hat die Geschichte der deutschen Demokratie seit jeher begleitet.
Umso symbolträchtiger ist es, dass seit 1999 der Deutsche Bundestag wieder
seinen Sitz im Reichstagsgebäude in Berlin hat.
Besucherterrasse und Kuppel
Der Reichstag gehört dem "deutschen Volke." Hier tagen nicht
nur die gewählten Volksvertreter, sondern das Haus ist offen für jedermann.
Alle 80 Millionen Mitglieder des deutschen Volkes sind eingeladen mit ihren
Gästen das Haus zu besichtigen.
Vor allem die spektakuläre Kuppel und die Besucherterrasse auf dem Dach
des Reichtagsgebäudes sind unbedingt einen Besuch wert. Die Kuppel hoch über den
Dächern Berlins ist begehbar: Auf einer spiralförmigen Rampe gelangt
man ganz oben auf eine Plattform in der Reichstags-Kuppel. Von hier oben hat
man eine Aussicht über die ganze Stadt. Besonders die nahe Spree, das nur wenige
Meter entfernte Brandenburger Tor und die Hochhaus-Türme am Potsdamer Platz
sind gut zu sehen. Auch in den Abendstunden lohnt ein Besucht und ein Ausblick
über das Lichtermeer der City von Berlin.
Oben auf dem Dach des Reichstags gibt es übrigens das Dachgarten-Restaurant und Cafe des Gastronomen Käfer. Bei Käfer können Sie Nachmittags einen Café genießen oder ausgezeichnet gehoben essen gehen. Eine rechtzeitige Reservierung lohnt sich.
Der Rasen vor dem Reichstag
Der Rasen vor dem Reichstag kann nur als Liegewiese bezeichnet werden. Hier
liegen bei sonnigem Wetter Berlin – Besucher die sich ausruhen, machen
die Berliner ihr Picknick, spielen Fußball oder ihre mitgebrachten Instrumente.
Eine Oase der Ruhe mitten im Regierungsviertel.
Eine kleine Geschichte des Berliner Reichstags
1894 wurde der Reichstag in Berlin vom Architekten Paul Wallot fertig gestellt. Der damalige Kaiser, Kaiser Willhelm II war nicht gerade begeistert vom Bau einer Volksvertretung.
Am 09. November 1918 rief der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann vom Westbalkon die Demokratie und die Weimarer Republik aus. Die erste deutsche Republik und Demokratie begann und endete im Reichstag in Berlin.
Das Gebäde brannte am 27. Februar 1933 komplett aus. Damals wurde Mitgliedern der KPD die Schuld gegeben – bis heute gibt es den Verdacht, dass der Brand auch von den Nationalsozialisten gelegt worden sein könnte. Allerdings weiß bis heute niemand sicher, wer den Brand wirklich gelegt hat.
Im zweiten Weltkrieg wurde das Reichstagsgebäude stark beschädigt und in den 60er und 70er Jahren wieder aufgebaut.
Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde der Bau nach den Plänen des Architekten Sir Norman Foster wieder mit einer Kuppel versehen und umgebaut. Kurz vor dem Beginn der Umbauarbeiten wurde Reichstag aber noch spektakulär vom Künstler Christo und seiner Frau Jeanne-Claude verhüllt.
Seit 1999 tagt im Reichstag in Berlin wieder das deutsche Parlament: Der deutsche
Bundestag.
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